politische schriften
English    Français    Italiano    Español    Deutsch    العربية    русский    Português
Interviews
 
Kampf gegen den „Terror“
Die unglaubliche Geschichte von Youssef Nada
17. Juni 2008 | Die Vereinigten Staaten und die Europäische Union haben, unter dem Vorwand des „Antiterror“ Kampfs, den Geheimdiensten und der Polizei unbegrenzte Befehlsgewalt erteilt. Die Ausnahmemassnahmen die im Jahre 2001, ausserhalb des gerichtlichen Prärogativs, provisorisch eingeleitet wurden, sind permanent geworden. Seit September 2001 werden mindestens 80.000 Personen, hauptsächlich Muslime, des Terrorismus verdächtigt. Man sagt, sie seien gekidnappt und in Geheimgefängnissen eingesperrt worden, wo sie, vor allem, von Agenten der CIA und dem FBI gefoltert worden wären. Hunderte andere wurden auf die „Schwarzen Liste“ der UNO gesetzt. Dies geschah auch Herrn Youssef Nada, ein 77 Jahre alter Geschäftsmann, italienischer Staatsbürger ägyptischer Herkunft. G.W. Bush beschuldigte ihn der Finanzierung Al-Qaidas und obwohl zwei Ermittlungen beide auf eine Einstellung des Verfahrens gegen Herrn Nada hinausliefen, schaffte er es nicht, die Streichung seines Namens von der „Schwarzen Liste“ der UNO (*) zu (...)


Ein Interview mit Hedy Epstein
„Was ist die Lektion, die wir aus dem Holocaust lernen müssen?“
11. Januar 2008 | Hedy Epstein, geboren 1924, ist eine deutsche Holocaustüberlebende, deren Eltern 1942 nach Auschwitz geschickt wurden, wo sie umkamen. 1948 übersiedelte Hedy Epstein in die USA. In 2003 entschied sie sich für eine Reise nach Palästina. Schockiert von der Unterdrückung der Palästinenser durch die israelische Regierung, widmet sie sich seither der weltweiten Bekanntmachung dieser Zustände. In dem von der Schweizer Journalistin Silvia Cattori geführten Interview spricht Hedy Epstein mit ihrer sanften und milden Stimme über ihre letzte Reise nach Palästina, nachdem sie eins der Konzentrationslager, in die ihre Eltern deportiert wurden, besucht hatte. „Ich möchte dieses Interview den Kindern von Gaza widmen, deren Eltern sie weder beschützen noch in Sicherheit wegschicken können, wie es meine Eltern in Mai 1939 taten, als sie mich mit einem Kindertransport nach England schickten.“ (...)


Gaza unter der Blockade
Palästina : «Aufruf an die Völker, die noch im Besitz der Menschlichkeit sind»
15. September 2007 | Präsident Mahmoud Abbas und seine Partei Fatah haben Israel aufgefordert - so unverständlich und unmoralisch es auch sein mag - Gaza weiterhin total von der Welt abzuschneiden, um mit der Hamas endlich Schluss zu machen. Samah, 34, Mutter von sechs Kindern, lebt in diesem riesigen Gefängnis, das man “Gazastreifen” nennt. Sie appelliert an die Bürger dieser Welt sich nach Erez und Rafah zu begeben, um dort zu protestieren, wo Mahmoud Abbas und Israel die Menschen hindern, Gaza zu erreichen oder Gaza zu verlassen.


Palästina: Der Krieg gegen die Moscheen hat begonnen
Gebet und Streik im Dienst der Strategie der Spannung ?
14. September 2007 | Während mitten in den anhaltenden Feindseligkeiten in Gaza, seit der Niederlage von Fatah vor drei Monaten, die Bevölkerung sich wenigstens über die Erhaltung einer relativen Sicherheit durch die Ordnungskräfte der Hamas freuen konnte, haben Präsident Mahmoud Abbas und Premierminister Salam Fayyad begonnen die Popularität der Hamas zu bekämpfen und sie von den Gläubigen zu isolieren, indem sie dieses Mal einen “Krieg” gegen die Moscheen anfachen.


Ein Gespräch mit Jürgen Cain Külbel
Investigativer Journalismus und die Bombenleger von Beirut
30. Juli 2007 | Jürgen Cain Külbel, deutscher Journalist, Jahrgang 1956, hebt in diesem Gespräch mit Silvia Cattori für Réseau Voltaire die Schwierigkeiten hervor, auf die jeder investigative Journalist stoßen kann. Seine Ausführung gibt Aufschluss über Praktiken, die von verschiedenen Staatsorganen angewendet werden, die sich durch die Gegenuntersuchungen gestört fühlen, die die offiziellen "Wahrheiten" in Frage stellen.


Interview mit Hedy Epstein
Israel: "Ich war auf all die Schrecken, die ich sah, nicht vorbereitet."
14. Juni 2007 | Hedy Epstein ist heute 82 Jahre alt. Sie ist 1924 in Freiburg in Deutschland geboren (*) und lebte in Kippenheim, einem Dorf, das ungefähr 30 km nördlich von Freiburg liegt. Sie ist das einzige Kind ihrer Eltern, die in den Vernichtungslagern der Nazis gestorben sind. Sie kämpft unaufhörlich für die Rechte und für die Würde aller Menschen. 2003 hat Hedy sich entschlossen, nach Palästina zu gehen. Sie ist sehr schockiert zurückgekommen wegen der Dinge, die sie gesehen hat: palästinensische Frauen und Kinder ohne Verteidigung, ein misshandeltes Volk, das in Ghettos eingeschlossen ist.


INTERVIEW MIT SAM BAHOUR
Das „Genfer Abkommen“ ist ein Fehler
24. April 2007 | Sam Bahour, ein palästinensischer Geschäftsmann mit amerikanischer Staatsangehörigkeit, ist fest entschlossen zur Entwicklung seines Landes beizutragen. Er hat 1994 beschlossen sich in Palästina niederzulassen. Während jede Person mit jüdischer Konfession sich nach Gutdünken in Israel niederlassen kann, hat Sam Bahour nur Anspruch auf ein Touristenvisum gehabt, das ihn zwingt jeden Monat aus Palästina auszureisen, um eine Verlängerung zu erhalten. Zur Gelegenheit des kulturellen Besuchs vom palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas in Genf hat Silvia Cattori von Sam Bahour seinen Standpunkt ersucht über die Nützlichkeit des Genfer Abkommens und über die Zweckmäßigkeit dieser Art von Zusammenkünften, zu einem Zeitpunkt, in dem das palästinensische Volk unter Hunger leidet und mit der ständigen Gefahr der israelischen Militäroffensiven (...)


Gaza auf der Suche nach Vereinigung
"Die Leute haben Hunger"
8. April 2007 | Khaled, ein Familienvater, der keiner politischen Partei nahe steht, spricht hier über die Situation in Gaza, wie sie vom palästinensischen Durchschnittsmenschen wahrgenommen wird. Gaza, diese Enklave, die den Unmenschlichkeiten der Militärblockade und den kollektiven Bestrafungen des israelischen Staates unterliegt.


Gaza - Ein Palästinenser bezeugt
Waffen für Dahlan
2. Februar 2007 | Aussagen eines Palästinensers aus Beit Hanun* "Hier ist die Situation sehr schlecht. Seit die Fatah-Anhänger am Donnerstag den Waffenstillstand gebrochen haben, gibt es schon 30 Tote und 300 Verletzte. Dank der Beihilfe von Ägypten und Israel nehmen die Waffenlieferungen der USA zu, um damit Fatah zu unterstützen, die Hamas-Anhänger zu bekämpfen, diese Tatsache besorgt uns sehr. Vor einigen Tagen haben beim Kontrollpunkt Kerem Abu Salem, der zwischen Ägypten und Israel liegt, in der Nähe von Rafah, Leute zwölf Lastwagen nach Gaza durchfahren sehen."


Französische Präsidentschaftswahl 2007
Nicolas Dupont-Aignan : "Es ist Zeit für Frankreich, die Nato zu verlassen"
30. Januar 2007 | Die Fusion der wichtigsten französischen rechten Parteien hat den Atlantikern erlaubt die Oberhand über die Gaullisten zu gewinnen und Nicholas Sarkozy, ihr Favorit, Kandidat der UMP zu werden. Nicolas Dupont-Aignan, im Widerstand, ist aus dem Parteibündnis ausgetreten und hat seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl angesagt. Er beantwortet hier die Fragen von Zeit-Fragen, Schweizer Wochenzeitung.


Die Strategie der Spannung von Mohammed Dahlan
Der «Kopf der Schlange» ist noch am Leben.
28. Januar 2007 | Ahmed berichtet, in Gaza, über das Leiden seines Volkes. Ahmed ist 34 Jahre alt, er wünscht die Anonymität zu behalten. Er beschreibt sich als einen Palästinenser, der keiner Bewegung angehört.


Die Lüge als Instrument der politischen Manipulation
Die Strategie der Spannung und die Nato
29. Dezember 2006 | Dr. phil. Daniele Ganser ist Historiker, spezialisiert auf Zeitgeschichte seit 1945. Er unterrichtet am Historischen Seminar der Universität Basel und er ist Präsident von ASPO-Schweiz. Dr.Ganser hat ein Werk über die " Geheimen Armeen der NATO" publiziert. Die Vereinigten Staaten haben in Westeuropa, seines Erachtens, während 50 Jahren terroristische Anschläge organisiert, die dann zu Unrecht den Linken zugeschrieben wurden, um sie in den Augen der Wähler zu diskreditieren. Heute dauert diese Strategie an um Angst vor dem Islam zu bewirken und um Kriege für die Energiereserven zu rechtfertigen.


Die Intrigen von Mahmoud Abbas dienen den Interessen von Israel und den USA
Palästina: Die Palästinenser werden aus Hunger wählen
20. Dezember 2006 | Die Ankündigung durch Abu Mazen von neuen Präsidentschaft-und Parlamentwahlen hat das palästinensische Volk, das schon grauenvoll unter dem Terror der israelische Armee leidet, in blutige Konfrontationen gestürzt.


Israelisches Massaker
Beit Hanoun: «Sie schiessen auf alles, was sich bewegt»
3. November 2006 | Ein junger Palästinenser berichtet aus Beit Hanoun. «Die Stadt Beit Hanoun mit ihren 30 000 Einwohnern ist schon seit dem 25. Juni Ziel täglicher Angriffe und Luftschläge. Jetzt wird sie durch israelische Bodentruppen belagert. Wir haben Panzer vorrücken sehen, die sich in Stellung begeben haben. »


Juristischer Kolonialismus
Attentat auf Rafic Hariri: Ziehen diejenigen, die den Abzug betätigt haben, jetzt die Fäden?
15. September 2006 | Jürgen Cain Külbel, in der ehemaligen DDR kriminalpolizeilicher Ermittler, wurde nach der Wiedervereinigung Deutschlands Journalist. Er hat im Mordfall des ehemaligen libanesischen Premierminister Rafik Hariri recherchiert und eine Gegendarstellung verfasst. Réseau-Voltaire präsentierte den Autor und dessen Ergebnisse auf einer Pressekonferenz am 7. Mai 2006 in Damaskus der arabischen Öffentlichkeit. In diesem Interview spricht er über die politische Rolle der UNO-Kommission und über die tabuisierte Spur, die auf eine israelische Verwicklung hindeutet.


Interview mit Sattar Kassem, in Nablus
"Die Palästinenser werden sich niemals ergeben"
11. September 2006 | Die Palästinenser haben bei den palästinischen Parlamentswahlen vom Januar 2006 massiv zu Gunsten der Hamas gewählt. Es war notwendig, diese Wahl zu respektieren. Die Europäische Union hat sie aber bestraft, indem sie ihre Hilfsgelder zurückzog. Diese Reaktion zwang Millionen von Palästinenser ins Elend und in den Hunger. Man muss betonen, dass der Sieg der islamischen Bewegung nicht nur den Regierungen, die auf den Sieg der Fatah gesetzt hatten, in den Rücken fiel, sondern auch den Parteien und Bewegungen der Progressiven, die es nicht vermocht hatten, dem palästinischen Volk und seinem wirklichen Anliegen zuzuhören.


Widerrechtliche Verschleppung eines palästinensischen Regierungsmitgliedes durch die israelische Armee
Tasneem Shaer: «Mein Vater ist kein Terrorist»
28. August 2006 | Naser Shaer, 45, Vizepremierminister, Erziehungsminister und Minister für Höhere Bildung in der neuen palästinischen Regierung, die im März 2006 von der Hamas gebildet wurde, wurde am 19. August von israelischen Soldaten entführt. Als früherer Rektor der Juristischen Fakultät an der Nationalen Universität von Al Najah in Nablus gehört er keiner politischen Partei an. Er wird von den Palästinensern als eine sehr achtenswerte und angenehme Persönlichkeit angesehen. Seine Familie steht gegenwärtig unter Schock und ist sehr traurig darüber, dass Familien in Palästina keine Möglichkeit haben, sich gegen die täglichen Übergriffe Israels zu verteidigen. Die Schweizer Journalistin Silvia Cattori konnte Tasneem (*), die Tochter des Ministers, erreichen. In sehr einfacher und nüchterner Weise gibt sie uns ihre Darstellung über die Entführung ihres Vaters und die schlimmen und die erniedrigenden Bedingungen seiner Festnahme. Vom 29. Juni bis heute kidnappten israelische Soldaten nahezu 60 Mitglieder der (...)


Exklusivinterview mit Dr. Naser Dine Muhammad Ahmad Shaer, palästinensischer Vize-Premierminister
«Die Palästinenser sind sich angesichts der Sanktionen einig»
4. August 2006 | Dr. Naser Dine Muhammad Ahmad Shaer hat in der von der Hamas gebildeten Regierung die Funktion des stellvertretenden Premierministers und des Ministers für Erziehung und höhere Bildung inne. 1961 geboren, aus Nablus stammend und Vater von sechs Kindern, sieht sich dieser Professor der Rechte, Rektor der juristischen Fakultät an der staatlichen Universität Al-Najah, heute gezwungen, im Untergrund zu leben, da er von Israel verfolgt wird. Er spricht hier über etwas, das die westliche Welt nicht wahrhaben will: Die Hamas ist mit dem sozialen Gefüge eng verflochten und erfreut sich angesichts der israelischen Unterdrückung – ganz wie die Hizbollah in Libanon – zunehmender Beliebtheit.


Aussage eines Palästinensers aus Gaza
Gaza: "Israel will uns aus unserem ganzen Land vertreiben”
31. Juli 2006 | Khaled lebt in der Unsicherheit eines Flüchtlingslagers von Gaza. Seine schmerzlichen Aussagen sind in viele Sprachen übersetzt worden. Heute war seine Stimme, die normalerweise fröhlich ist, mit Revolte und großer Niedergeschlagenheit erfüllt.


Gaza unter Beschuss der israelischen Armee
"Wir haben nichts mehr zu verlieren"
27. Juni 2006 | Interview mit einem einfachen Palästinenser *. Silvia Cattori fragt ihn insbesondere, wie die Leute vor Ort die Gefangennahme des israelischen Korporal Gilad Shalit am 25 Juni 2006 in Gaza gelebt haben, und was sie für die Palästinenser bedeutet.


Die Intrigen von Fatah
Die Kollaborateure mit dem israelischen Besatzer sind unter uns.
11. Juni 2006 | Ein Palästinenser, der in einem Flüchtlingslager im Norden von Gaza lebt, berichtet über die aktuelle Situation. Die Stimme, die hier spricht, ist die von einem jungen palästinensischen Bäcker, der bei den letzten Wahlen für Hamas gewählt hat, mit der Hoffnung dass Hamas erreicht das Leiden seines Volkes zu erleichtern. Wir denken, dass diese Zeugenaussage auf aufrichtige Art das widerspiegelt, was ein breiter Teil der Bevölkerung von Gaza empfindet und dass sie uns helfen kann, unsere voreingenommene Sichtweise auf die dortige Situation zu überdenken.